Egal, ob man sich fürs Sparen in einer Pensionskasse engagiert oder fürs Klima – man braucht zwei Dinge: langen Atem, Geduld also, und den festen Glauben an eine gute Zukunft. Die Pensionskasse versucht so zu arbeiten, dass wir auch dereinst genügend Geld haben für unsere Art zu leben. Im Klimaschutz wirken wir darauf hin, dass die Erde bewohnbar bleibt; eine sichere Welt, in der wir und unsere Nachkommen uns entfalten können.
Wir Menschen haben ein grosses Problem, das unseren Wünschen für die Zukunft im Wege steht: das Jetzt, die Gegenwart. Und die geringe Kraft des Einzelnen. Denken wir ans Sparen. Natürlich können wir individuell
vorsorgen für unser Auskommen als Rentner. Aber viele von uns tun es nicht. Denn es ist einfacher, Geld aus-zugeben, als es zur Seite zu legen. Und andere können nicht sparen, weil sie zu wenig verdienen.
Denken wir ans Klima: Vielleicht verzichte ich auf Früchte aus Übersee und auf Flugreisen. Aber egal, wie viele Mangos ich nicht esse, egal, wie viele Kilometer ich auf Reisen mit Velo und Zug zurücklege, die Menge der eingesparten Emissionen bleibt lächerlich gering. Sind wir als Individuen also machtlos? Nein, sind wir nicht.
Was ist unsere Stärke? Wir können uns zusammentun. Einer für alle, alle für einen! Im Kollektiv bewirken wir etwas – mithilfe von Institutionen, die die Kraft der Einzelnen bündeln. Die Pensionskasse ist so eine Institution. Fürs Klima erreichen wir viel über eine entschiedene Politik und lokale wie globale Organisationen. Womit schon wieder die blpk ins Spiel kommt.
Auch eine Pensionskasse hat Einfluss auf das Klima und damit Einfluss auf die Zukunft – über die Art ihrer Anlagen. In welche Unternehmen investiert eine Kasse? Nachhaltigkeit ist heute eine wichtige Forderung,
Nachhaltigkeit in drei Bereichen: Umwelt, Gesellschaft, Unternehmensführung. Als Pensionskasse schauen wir stark aufs Unternehmen und auf das Soziale, sprich: auf hohe Renditen für die Versicherten. Die Umwelt müssen wir jedoch genauso stark beachten. Und für den Schutz der Umwelt müssen wir alle bescheidener wer-den. Was nützt uns in Zukunft eine gute Rente, wenn keine Welt mehr da ist, in der wir leben möchten? Bei der blpk haben wir die Zeichen der Zeit erkannt. Gewiss, es gibt in Sachen Nachhaltigkeit noch viel für uns zu tun, aber: Wir sind unterwegs.
Anina Ineichen
ist Co-Präsidentin der Basellandschaftlichen Pensions-kasse und Abteilungsleiterin Gesundheit, Soziales und Alter in Arlesheim BL. Seit 2021 sitzt sie für die Grüne Partei im Grossen Rat Basel-Stadt.