Das CityGate in Basel

Uwe Stolzmann

Uwe Stolzmann

05. Juni 2026

Kleine Schritte statt grossem Umbau. Die blpk liess ein Gebäude in ihrem Projekt CityGate gezielt optimieren. Das Ergebnis ist überzeugend – weniger Stromkosten, besseres Raumklima. Und was sagen die Mieter?

Erinnert sich jemand an das frühere MIBA-Areal? Ein Industriegebiet am Rand von Basel, grau, leer, vergessen. Heute steht dort ein modernes Quartier: CityGate – grün, belebt und nachhaltig genutzt.

CityGate ist ein wegweisendes Projekt – wegen der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, der Nähe zur Stadt und weil das Areal sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden ist. Bestehender Raum wurde ideal verdichtet und wird heute in unterschiedlicher Weise genutzt: Wohnungen und Büros, ein Hotel, ein Alters- und Pflegeheim, eine Kita – alles nur einen Katzensprung entfernt.

Die gemischte Nutzung erfüllt unterschiedliche Bedürfnisse des täglichen Lebens. Die soziale Durchmischung bereichert das Quartier zusätzlich. Weil vieles vor Ort erreichbar ist, bleiben die Wege kurz – und der Verkehr braucht weniger Platz. Statt zusätzlicher Parkflächen entstehen so grössere Freiräume.

CityGate Basel: Zentrale Lage und optimale Verkehrsanbindung

Die Lage des CityGate Quartiers ist ideal. Es liegt zwischen Bahnhof Basel SBB und dem St. Jakob-Park; das Tram hält direkt vor der Tür, die Autobahn A2 ist nicht fern. Zum Flughafen sind es fünfzehn Minuten, auch die Innenstadt lässt sich schnell erreichen. CityGate ist offen zur Stadt – und doch eine in sich ruhende Welt, obendrein mit recht üppiger Vegetation.

2001 hatte die blpk das leere Areal an der St. Jakobs-Strasse 199 übernommen. Verwaltet wird es von Adimmo, einer Tochter der blpk. Miteigentümerin ist die Patrimonium Anlagestiftung. 2010 wurde ein Bürogebäude eröffnet, das heutige Haus C. Zehn Jahre später waren die ersten Wohnungen bezugsfertig. Sie wirken grosszügig und modern und bieten eine hochwertige Ausstattung mit naturnahen Materialien.

Das Projekt CityGate in Basel zeigt: Brachflächen lassen sich sinnvoll nutzen. Ökologie, Ökonomie und Komfort sind gut miteinander vereinbar. Wie das konkret im Betrieb aussieht, zeigt ein Blick auf das Bürogebäude Haus C.

Weniger Energieverbrauch, tiefere Kosten: Erfolgsbeispiel Haus C

Haus C ist längst kein Neubau mehr. 2025 liess Adimmo den Wärmehaushalt des Gebäudes deshalb gezielt optimieren. Das hiess: Fachleute suchten und fanden Wege, um Energie zu sparen. Sie haben das für Heizung und Kühlung zuständige System neu justiert, und sie ersetzten ein defektes Luftkühlerventil. 

Aufwand und Kosten waren gering, der Effekt hingegen ist gross: Der Stromverbrauch für Wärme und Kälte sank um etwa 70’000 kWh pro Jahr, ein Rückgang um 37 Prozent. Für alle Mieter zusammen bedeutet dies rund 14’000 Franken weniger auf der Rechnung – jedes Jahr. Auch der Energiebedarf für die Lüftung der Büros verkleinerte sich deutlich, um 66’000 kWh oder 35 Prozent. Das spart weitere 16’000 Franken im Jahr. Viel Geld, das bei den Nutzern bleibt.

 

 

«Die Büros haben angenehme Temperaturen»

- Herr Grunder - ein Mieter

Klar, Energie sparen lohnt sich. Fürs Klima, für die Menschen und fürs Portemonnaie. Und wie fühlt es sich an, in Haus C zu arbeiten? Herr Grunder, ein Mieter, teilte seine Erfahrungen. Nach der Optimierung schrieb er: «Seit 14 Tagen haben wir draussen hohe Temperaturen. Doch in den Büros sind sie angenehm. Wir erhalten auch Rückmeldungen von anderen, dass die Bedingungen im Vergleich zu den Vorjahren nun deutlich besser sind.»

Das Feedback zeigt: Die Massnahmen wirken, die Mieter sind zufriedener. Dies wiederum steigert die Attraktivität der Immobilie auf lange Zeit: Sie bleibt langfristig wertbeständig und wird nachhaltiger betrieben. 

Das CityGate in Basel